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Vom Au-pair zur Studentin: Meine dänische Reise

22. Juni 2026

Einleitung

Hallo, ich bin Amira, 24 Jahre alt und komme aus Indonesien. Ich kam zunächst als Au-pair nach Kopenhagen, einer Stadt, die mich mit ihrem bunten Nyhavn-Hafen und ihrer Fahrradkultur bezaubert hat. Ich dachte, dies wäre eine perfekte Gelegenheit, eine neue Sprache zu lernen und in eine andere Kultur einzutauchen. Der Weg war jedoch alles andere als reibungslos.

Die Au-pair-Erfahrung

Als Au-pair gehörte es zu meinen Aufgaben, mich um zwei liebenswerte Kinder zu kümmern und leichte Hausarbeiten zu erledigen. Die Erfahrung war bereichernd, aber sie brachte auch Herausforderungen mit sich. Meine Gastfamilie war nett, aber es gab kulturelle Missverständnisse, insbesondere in Bezug auf die Arbeitszeiten. Der Au-pair-Vertrag sah eine 30-Stunden-Woche vor, aber manchmal wurden mehr Stunden erwartet. Offene Kommunikation half, aber es war eine ständige Verhandlung.

Herausforderungen beim Übergang

Nach einem Jahr merkte ich, dass ich länger in Dänemark bleiben und eine weiterführende Ausbildung absolvieren wollte. Der Wechsel vom Au-pair-Visum zum Studentenvisum war jedoch nicht unkompliziert. Der Danish Immigration Service verlangte einen Nachweis über die Zulassung an einer anerkannten Bildungseinrichtung sowie finanzielle Belege zur Unterstützung meines Studiums. Das Zusammenstellen dieser Dokumente war zeitaufwendig, und ich stand unter großem Zeitdruck, da mein Au-pair-Visum kurz vor dem Ablaufen war.

Erfolge und Rückschläge

Glücklicherweise wurde ich an einer Sprachschule in Kopenhagen angenommen. Der Antragsprozess für das Studentenvisum war jedoch einschüchternd. Die größte Hürde war der Nachweis der finanziellen Stabilität. Ich musste nachweisen, dass ich mindestens 6.166 DKK pro Monat für Lebenshaltungskosten zur Verfügung hatte, was ein erheblicher Betrag war. Letztendlich lieh ich mir Geld von meiner Familie, um diese Anforderung zu erfüllen.

Eine unerwartete positive Entdeckung war, dass ich als Studentin einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen durfte, um mich selbst zu unterstützen. Dies war eine Erleichterung, da es mir ermöglichte, Berufserfahrung zu sammeln und einen Teil meiner Lebenshaltungskosten zu decken. Arbeit und Studium unter einen Hut zu bringen war jedoch eine Herausforderung, und ich musste meine Zeit sorgfältig einteilen.

Tipps für zukünftige Migranten

1. Vertragsbedingungen verstehen: Klären Sie vor der Unterzeichnung eines Au-pair-Vertrags alle Bedingungen mit Ihrer Gastfamilie, insbesondere in Bezug auf Arbeitszeiten und Aufgaben. Missverständnisse lassen sich durch eine klare Kommunikation von Anfang an vermeiden.

2. Finanziell vorsorgen: Wenn Sie einen Wechsel zum Studentenvisum in Betracht ziehen, fangen Sie frühzeitig an zu sparen oder haben Sie einen Plan, um finanzielle Stabilität nachweisen zu können. Dies kann eine erhebliche Hürde sein, wenn man unvorbereitet ist.

3. Netzwerke nutzen: Knüpfen Sie Kontakte zu anderen Expats oder lokalen Gemeinschaften. Diese können besonders während der Übergangsphase Unterstützung und Ratschläge bieten. Ich fand lokale Facebook-Gruppen äußerst hilfreich.

Fazit

Trotz aller Hürden war der Übergang vom Au-pair zur Studentin in Dänemark eine erfüllende Erfahrung. Ich bin persönlich und beruflich gewachsen, und Dänemark fühlt sich inzwischen wie eine zweite Heimat an. Wenn Sie einen ähnlichen Weg in Betracht ziehen, sollten Sie wissen, dass es zwar schwierig sein kann, die Früchte der Ausdauer aber die Mühe wert sind.

Vom Au-pair zur Studentin: Meine dänische Reise — Nomad Immigration Services